Wohnen und Siedlungspolitik

Wir alle sind zum Leben auf Boden angewiesen. Ohne Boden keine Wohnungen, Arbeitsplätze, Nahrungsmittel oder Erholungsgebiete und keine intakte Umwelt. Durch das Bevölkerungswachstum ist der Siedlungsraum in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Auch in Wädenswil sind viele Grünflächen überbaut worden und weitere Grossprojekte stehen an (Überbauung MEWA Areal, Werkstadt Zürisee, Au Park, etc.).

 

  • Die SP setzt sich für eine massvolle Verdichtung ein. Dabei soll bei einer Umnutzung und Bauzonenänderung, z.B. eines ehemaligen Industrieareals in eine Wohnzone, der Mehrwertsausgleich für die Schaffung von Grünflächen innerhalb einer Siedlung oder für preiswerte Wohnungen mit Kostenmiete eingesetzt werden.
  • Die SP ist eine dezidierte Befürworterin der Abgabe von städtischem Land im Baurecht, um den kostbaren Boden für unsere Nachkommen zu erhalten und diesen nachhaltig zu nutzen.
  • Gemäss einer Studie von Wüst&Partner stiegen die Mieten in Wädenswil in den letzten Jahren massiv an. Insgesamt macht der Anstieg seit dem Jahr 2000 über 55% aus. Die hohen Mieten sind vor allem für Familien und Wenigverdienende eine Belastung. Auch die soziale Durchmischung leidet. Es ist unsicher, ob auch im Wädenswil der Zukunft alle Bevölkerungs-schichten nebeneinander wohnen können.

Die SP hat versucht, mit einer Initiative „Wohnen für alle“ günstige Wohnungen zu fördern. Leider wurde sie im Jahre 2015 an der Urne abgelehnt. Wir werden uns jedoch dafür einsetzen, dass die 3 Millionen aus dem Erlös der Liquidation Pro Wädenswil für ein Wohnbauprojekt eingesetzt werden, z.B. zusammen mit einer Genossenschaft. Der Stadtrat hat seit drei Jahren keine ernsthaften Anstrengungen gemacht, diese Summe ihrem vorgesehenen Zweck zuzuführen. In einer Volksabstimmung wurde 2014 beschlossen, diese Summe für den Bau von günstigen Familienwohnungen einzusetzen.

Wir werden auf eine baldige Umsetzung drängen.